Pagode – historischer Überblick

Am 21. Oktober 1958 legte Herr Prof. Dr. Nallinger das Maßkonzept für den W 113 fest.
Am 03. April 1959 erfolgte die Festlegung der neuen Spur- und Karosseriebreiten, die dann auch grundlegende Modelländerungen nach sich zogen.

Eine Hauptanforderung an das neue Karosseriekonzept waren mehr Raum- und Reisekomfort zu seinem “Vorgänger”, dem 190 SL.

Der W 113 hieß zu dieser Zeit noch “220 SL” und man diskutierte auf Vorstandsebene noch darüber, ob er als Nachfolger des 300 SL anzusehen sei.

Die Baureihe 113 wurde seinerzeit noch mit einem “W” versehen. Das “R” für Roadster, wurde erst mit der Baureihe 107 verwendet.

Das Erscheinungsbild des W 113 wurde Friedrich Geiger, aber noch in größerem Maße von Karl Wilfert (Leiter der Karosseriekonstruktion) und Bela Barenyis Pagodendach geprägt. Friedrich Geiger, der fast unbekannte “Gestalter” der Pagode, war für das Aussehen vieler Mercedes-Automobile verantwortlich (z.B. 300 SL Coupe´ und Roadster, 190, 220-220 SEb).

Einer der ersten Entwürfe des W 113 1959: Die gestalterische Freiheit in der Entwurfsphase zeigt noch Ausstell-Drehfenster, die dann aber nur in der Limousine zum Einsatz kamen. Die Typische “Pagoden”-Dachform ist in dieser Entwurfsphase noch nicht zu erkennen.